In der Nacht auf den 27. März konnte der Buckelwal wieder ins tiefe Wasser der Lübecker Bucht schwimmen. Zuvor sass er tagelang auf einer Sandbank beim Timmendorfer Strand an der Ostseeküste fest.

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Geholfen habe ihm eine Rinne, die ein Schwimmbagger ausgegraben habe, erklärte Meeresbiologe Robert Marc Lehmann den Medien. Am Vortag war Lehmann zum gestrandeten Tier geschnorchelt und hatte versucht, es durch die Rinne zu lotsen.

Noch nicht gerettet

Das Schicksal des Buckelwals hänge nun davon ab, ob er im offenen Meer bleibe und Richtung Nordsee schwimme, erklärt Lehmann.

Den Gesundheitszustand des 12 bis 15 Meter langen Meeressäugers schätzt der Experte als nicht gut ein: Die Haut des Buckelwals habe schlecht ausgesehen; zudem habe er lange nichts gegessen.

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In den letzten Tagen habe sich der Wal aber aktiver gezeigt als noch zuvor: Er habe immer wieder laut gebrummt. Zahlreiche Helferinnen und Helfer hatten versucht, ihn mit Lärm zu einer Bewegung zu animieren.

Die Befreiungsversuche des am Montag entdeckten Wals haben über Tage angedauert. Der Versuch vom Dienstag, den Meeressäuger mit einem Saugbagger zu retten, scheiterte. Nebst der lokalen Polizei und Feuerwehr standen Fachpersonen der Terrestrischen und Aquatischen Wildtierfoschung (ITAW) sowie von der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) im Einsatz.