Zimmerpflanzen
Blattpflege bei Zimmerpflanzen
Damit Zimmerpflanzen langfristig schön bleiben und wachsen, brauchen sie nicht nur Wasser. Auch ihre Blätter müssen gepflegt werden, so dass sie ungehindert assimilieren können. Dafür sind keine teuren Chemikalien aus dem Handel notwendig, denn Hausmittel tun es auch.
Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ, sie erfüllen in der Wohnung auch luftreinigende Funktionen. Durch die Blätter nehmen sie Kohlendioxid auf und wandeln es in Sauerstoff um. In der Natur werden sie regelmässig durch Regengüsse gereinigt. Im Zimmer sammelt sich Staub auf dem Grün an. Mit von Staub besetzten Blättern kann aber eine Pflanze nicht mehr richtig assimilieren. Deshalb ist Blattpflege wichtig.
Eine regelmässige Dusche mit handwarmem Wasser tut der Pflanze gut und hilft auch gegen Blattläuse unterschiedlicher Arten. Diese haben nämlich besonders im Winter leichtes Spiel. Das Licht ist reduziert, die Zimmerluft ist warm und trocken, vielleicht wird noch unachtsam gegossen. Stress für die Pflanze. Sie ist geschwächt undbesonders anfällig für Schädlingsbefall.
Der Griff zum Giftschrank ist aber nicht notwendig. Es gibt auch harmlose Mittel, die gegen Schädlinge ankommen. Zum Beispiel Schwarztee. Kalter Schwarztee sollte direkt auf die Blattlauskolonien gespritzt werden. Wird diese Prozedur wiederholt, schädigt dies die Läuse auf Dauer. Gleich verhält es sich mit Schmierseife, die mit dem Sprühwasser vermischt wird. Auf einen Liter Sprühwasser kommen 20 Milliliter Schmierseife. Wichtig ist, dass auch die Unterseite der Blätter abgesprüht wird.
Bei Problemen mit Fäulnis und Schimmel hilft Milch. Sie wirkt, zusammen mit Sonnenlicht, antiseptisch. Eine Pflanze mit von Wasser verdünnter Milch einzusprühen kann helfen gegen Fäulnis, Schimmel und den gefürchteten Mehltau. Milch und Wasser sollten im Verhältnis 1 zu 10 gemischt werden.
Bananenschalen nicht wegwerfen
Die Blätter von Gummibaum, Monstera oder Speerblatt sind staubig und von Kalkflecken belegt? Kein Problem, sie können mit der Innenseite einer Bananenschale abgewischt werden. Das verhilft ihnen zu kräftigem und sogar langfristigem Glanz. Die Fruchtreste an der Schale sorgen für eine Art Versiegelung. Deshalb hält die positive Glanz-wirkung während einiger Zeit an.
Bananenschalen können aber auch zum Düngen von Pflanzen verwendet werden, denn sie enthalten viele verschiedeneMineralien. Entweder die Schalen werden zerkleinert direkt auf die Topferde gegeben oder aber sie werden ins Giesswasser gelegt.
Manchmal findet sich auch der Hinweis, dass Bier zur Blattpflege geeignet sei. Dies ist aber nicht empfehlenswert, denn Bier verklebt die Poren der Blätter und behindert die Pflanze beim Assimilieren. Da sind schon einfaches Abstauben mit einem Lappen oder das Duschen der Pflanze sinnvoller.
Wachsen Pflanzen in der Natur, sind sie von klein auf an den Wind gewohnt und bilden darum kräftige Stängel aus. Im Zimmer ist dies nicht nötig. Deshalb benötigen Triebe gewisser Arten Hilfen in Form von Bambusstangen, an welchen sie aufgebunden werden.
Der Winter ist für Zimmerpflanzen eine schwierige Zeit. Jetzt aber werden die Tage schon wieder länger, das Licht wird mehr. Wer sie ab Mai auf den Balkon stellt und behutsam an das Sonnenlicht gewöhnt, erlebt, wie eine Zimmerpflanze draussen aufblüht und bis im Herbst das Volumen mehr als verdoppelt. Der sommerliche Aufenthalt draussen lässt manche im Winter serbelnde Pflanze gesunden.
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