Die richtige Route

Wer im Alltag kaum Velo fährt, ist gut beraten, mit kurzen Tagesstrecken von 25 bis höchstens 50 km zu rechnen. Natürlich ginge noch viel mehr – vor allem mit einem E-Bike. Allerdings können bei fehlender Muskulatur schnell Knieschmerzen entstehen, wenn man gleich von null auf hundert durchstarten will. Routiniers wissen genau, wie viele Kilometer sie abstrampeln können, ohne den Spass daran zu verlieren.

Offizielle Velowege erleichtern die Vorbereitung. Auch während der Fahrt ist weniger Navigieren gefragt, da die Schilder – in der Schweiz wie auch im nahen Ausland – kaum zu verfehlen sind. Gute digitale Inspiration findet man auf Komoot oder Schweiz Mobil.

Tipp für mehr Genuss: Nur weil eine Strasse als Veloweg ausgeschildert ist, bedeutet das nicht, dass dort keine Autos fahren. Deshalb lohnt es sich manchmal, Umwege zu fahren. Naturwege bieten oft viel mehr Entspannung und weniger Verkehrslärm.

Achtung: Nicht nur eine Steigung, sondern auch Wind kann einen grossen Einfluss darauf haben, wie schnell man mit dem Velo vorankommt, oder eben nicht.

Das passende Velo

Bei der schier unendlichen Auswahl an Velos wünscht man sich manchmal das Eingänger-Exemplar aus längst vergangenen Tagen zurück. Denn theoretisch kann man mit jedem Drahtesel jede noch so weite Strecke zurücklegen. Vielleicht hilft eine grobe Einordnung der typischen Velos für weite Strecken bei der Entscheidung:

  • Tourenvelo: Der Allrounder für Asphalt und Schotterwege, ideal bei viel Gepäck
  • Gravelbike: Die teurere und wendigere Variante, ideal für Offroad-Pisten

Tipp für mehr Genuss: Auf einen bequemen Sattel und eine gute Haltung (passender Lenker) achten.

Achtung: Dünne Pneus kommen auf dem Asphalt zwar schneller voran, machen jedoch nasse Schotterwege schnell zur Rutschpartie.

Essenzielle Ausrüstung

  • Helm
  • Sonnenbrille
  • Regenjacke und -hose
  • Flickzeug (aufs individuelle Velo abgestimmt)
  • Desinfektionsmittel und Pflaster

Tipp für mehr Genuss: Je nach Sattel ein Polster oder Velohosen mit integriertem Polster kaufen.

Achtung: Bei der Abfahrt von Pässen kann es auch im Hochsommer kalt werden. Deshalb immer warme Kleider und Handschuhe einpacken.

Essen & Trinken

Auch wenn man auf einer Strecke unterwegs ist, wo es regelmässig Einkehrmöglichkeiten und Lebensmittelläden gibt: Nahrhafte Snacks für unterwegs sind essenziell! Beim Velofahren verbrennen wir oft mehr Energie, als wir merken. Deshalb kann man schnell in ein Energietief fallen. Bevor die Stimmung kippt, lieber schnell eine Mampf-Pause einlegen – und schon kann es weitergehen.

Tipp für mehr Genuss: Vergesst künstliche Proteinriegel und packt ein, was ihr gerne esst. Denn das Beste am Velofahren ist: Egal, wie «ungesund» der Snack, zunehmen ist fast unmöglich.  

Achtung: Im Ausland gibt es nicht so viele Trinkwasserbrunnen wie bei uns. Deshalb wäre ein Wasserfilter von Vorteil.

Gepäck für Mehrtagestouren

Wer mehrere Tage unterwegs ist, braucht Velotaschen. Dazu gibt es sehr kompakte Varianten, die sogar ohne Gepäckträger funktionieren. Um möglichst wenig Gepäck mitnehmen zu müssen, empfiehlt es sich, nur drei Outfits mitzunehmen: eines fürs Velo, eines für den geduschten Zustand und ein Joker-Outfit, das man mal waschen und unterwegs trocknen kann.

Ob es sich lohnt, ein Zelt mitzunehmen, hängt stark vom Wetter ab und von den individuellen Vorlieben. Klar ist, dass man damit noch flexibler ist bei den Tagesdistanzen.

Tipp für mehr Genuss: Auch wenn man den bequemsten Rucksack besitzt: Velotaschen lohnen sich, denn das Gewicht stört viel weniger.

Achtung: Die leichtesten und kleinsten Varianten von Zelt, Schlafsack & Co. sind meistens auch die teuersten.